AMD fängt an zu arbeiten

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Was gestern nicht wahr kommt heute daher: Meine Chip-News!

Im August will AMD endlich einen Vierkern-Prozessor in der stromsparenden 65nm Technologie auf den Markt bringen. Als Schmankerl: AMD hat sogar angekündigt native Quadcores rauszubringen. Das wären echte Vierkern Prozessoren, also vier Kerne auf einem Die, nicht wie bisher von Intel vier Kerne auf zwei Dies.
Als erstes wird der Kern namens Barcelona auf den Servermarkt kommen und später auch auf dem Desktopbereich eingesetzt werden. Der Athlon wird zu Phenom.

Der Barcelona arbeitet auf dem Sockel F mit 1207 Pins und ist gegenüber seinem Dual-Core-Vorgänger vollkommen pinkompatibel. Die neue K10-Mikroarchitektur mit 65 nm kann ohne Probleme in ein heute bestehendes Dual-Core-System eingesetzt werden. Sogar die Verlustleistung gegenüber den Dual-Core-Modellen ändert sich nicht.
Gestartet wird mit einem Takt von 2 GHz und AMD hat auch die Fließkommaeinheit auf 128 Bit an die von Intel angepasst. Allerdings setzt AMD noch auf Hypertransport 2.0 und möchte erst in Zukunft auf Hypertransport 3.0 umsteigen.
AMD hat es geschafft das Energielevel so niedrig zu halten, dass die neuen Vierkernprozessoren eine gleich große Leistungsaufnahme wie bestehende Zweikernprozessoren.

AMD hat auch drei Technologien besonders zurecht gefeilt. Die Enhanced PowerNow-Technologie schafft es nun jeden einzelnen Kern der CPU einzeln zu takten und somit eine Menge an Strom im Leerlauf zu sparen.
Mit der Bezeichnung CoolCore führt AMD ein ähnliches System wie Intel ein. Damit kann der Rechner bestimmte Einheiten des Prozessors bei Nichtbenützung einfach abschalten.


Und zu guter Letzt: Dual Dynamic Power Managment. Ähnlich wie bei der PowerNow-Technik regeln sich die Kerne selbst herunter. Allerdings wird hier die Kernspannung verringert. Das bedeutet weniger Strom, weniger Strom bedeutet weniger Hitze = weniger Kühlung = effizient.


Daneben gibt es Speicherinterfaceoprimierungen vorgenommen, Prefetch-Algorithmen eingebaut und auf Stand von Intel oder weiter gebracht. Eine weitere Verbesserung wurde in der Virtualisierungstechnologie vorgenommen: Dadurch wird Virtualisierungssoftware eine Menge rechenintensiver Aufgaben abgenommen und Schreib- und Lesegeschwindigkeiten auf solchen Systemen optimiert.
Ich bin schon mal auf den ersten Hardcore Test von THG gespannt. Dann werden wir sehen wozu die neuen von AMD wirklich fähig sind!

So long
Daniel

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