Phenom ist raus!

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AMD hat eine große Pressekonferenz zum Verkaufsstart der ersten drei neuen Phenom-Modelle gegeben. Heraus gekommen sind der Phenom 9500, 9600 und 9700 so wie die neue Spider-Plattform. Diese sollte eine einheitliche Basis für Chip, Chipsatz und Grafik schaffen. Vier mal ATI im CrossFire-Verbund sollte damit auch möglich sein. Das ist auf Basis der neuen 790X-Plattform.

Die neuen Quad-Cores sind satt erweitert worden und bieten nun zwei MByte L3-Cache. Der Phenom sollte bei gleicher Taktfrequenz ca. 25% mehr leisten als ein derzeitiger Athlon 64. Mit der neuen Reihe hat AMD nun die Mikroarchitektur K10 eingeführt: Stars Core. Allerdings geht nun AMD bei den Befehlssätzen wieder eigene Wege und implementiert den SSE4a-Satz der nicht kompatibel zu Intel’s SSE4.1 ist. Die vorherigen SSE-Sätze werden aber unterstützt, genauso wie MMX und 3dNow!.

Neu dabei sind Features wie der Advanced Memory Prefetcher und auf 15 Bytes erweiterte x86-Instrutionen mir erhöhtem Datenpuffer. Dadurch können Daten direkt in den L1-Cache geladen werden und müssen nicht durch den L2-Cache. Logischerweise bleibt dann im L2-Chache mehr Platz für die nächsten wichtigen Befehle. Durch den erweiterten Datenpuffer können nun bis zu drei Befehle gleichzeitig abgearbeitet werden (kommt darauf an, wie lange die Befehle sind!).

Der Sideband-Counter ist eigentlich nur für die Entlastung des Hauptprozessors da und aktualisiert die Stacks des ESP-Registers. DieVirtualisierung wurde ebenfalls beschleunigt (aus den Opteron-Prozessoren) und das Hyper-Transport-Protocol 3.0 kommt nun zum Einsatz. Damit sind Bandbreiten von 20,8 Gbyte/s möglich.

Neu ist auch der Level 3 Cache. Die Prozessoren verfügen über jeweils 512 KByte L2-Cache und einen gemeinsamen 2 MByte großen L3-Cache. Nebenbei fungiert der L3-Cache als Puffer für den Arbeitsspeicher.

Der Phenom ist außerdem kompatibel zu allen AM2 und AM2+ Boards wodurch ein Umstieg deutlich günstiger wird. Alles in allem bringt der neue Prozessor eine Menge Features die bei gleicher Taktfrequenz für mehr Performance sorgen. Allerdings ist der Prozessor schwächer als der kleinste aus Intel’s Quad-Core-Reihe. Dies gleicht der Phenom jedoch mit einem kleineren Preis aus.

Quelle: THG

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