Wieviele Pixel?

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Ich habe ja bereits über die Seite 6MPixel.org berichtet, die die Täuschung des Konsumenten von der Industrie über die Wahrheit der Pixel ein wenig aufklärt.

Nun gibt es auf heise einen klassen Artikel dazu. Dieser beschäftigt sich mit dern „Auflösung“ des menschlichen Auges (kräftig gut gerechnet 15MPixel), benötigten Pixeln auf Ausdrucken und dem Mindestabstand beim Lesen der Ausdrucke.


Ein Beispiel:

Bei einem 60 × 90-Poster beträgt der optimale Betrachtungsabstand etwas über 1 m. Da wie oben angeführt ein Scharfsichtiger hierbei Details von minimal 0,3 mm differenzieren kann, muss die Bildauflösung also 2000 × 3000 Pixel = 6 Megapixel betragen (600 mm / 0,3 mm × 900 mm / 0,3 mm).

Bei kleinen Bildern un größerem Betrachtungsabstand verringert sich die nötige Pixelanzahl proportional. Im Gegensatz dazu wird bei riesengroßen Plakaten oder Poster der Mindestabstand oft nicht eingehalten.
Deswegen:

Je größer ein Foto „abgezogen“ wurde, desto größer ist die Gefahr, dass der Betrachter den optimalen Abstand nicht wahrt – allein aus diesem Grund lautet die Empfehlung, bei Bildern in Poster-Größe (jenseits von A4) eine Pixel-Reserve einzurechnen; ein Faktor von 1,5 bei der Auflösung sollte in jedem Fall ausreichend sein.

Bei heutigen Kameras ist es üblichen eine Farbfiltermatrix (Bayer-Pattern) einzusetzen. Damit kann man die MPixelanzahl um ein Drittel reduzieren. Dieses Drittel geht für die Helligkeitsinformationen drauf, die die Kamera aufwändig interpolieren muss (Foveon-Sensoren ausgenommen). Das soll bedeuten, dass man für Fotos mit sechs echten MPixel eigentlich eine Kamera mit neun MPixel am Sensor bräuchte:

Gegen 9-Megapixel-Kameras wäre im Prinzip nichts einzuwenden – wenn die Sensorfläche proportional mit der Pixelzahl steigen würde. Das tut sie aber nicht, denn jeder Quadratmillimeter mehr Sensorfläche kostet den Herstellern Geld: Lieber quetscht man werbewirksam immer mehr Pixel auf die gleiche (oder gar kleinere) Fläche. Da aber das Bildrauschen mit der Pixeldichte korreliert, steigt die Bildqualität oberhalb von 6 Megapixeln auf einem 1/1,8″-Sensor – wenn überhaupt – nur noch marginal.

Das Fazit von heise:

Bei unseren Messungen an neuen Kompaktkamera-Modellen fällt schon bei 10-MP-Kameras auf, dass die Bildqualität (die ja mitnichten nur von der Auflösung bestimmt wird) stagniert oder sich gar wieder gegenüber älteren Modellen verschlechtert. Wer nun glaubt, im Laden einfach zu einer billigen 6-MP-Knipse greifen zu können, wird allerdings enttäuscht: Ernstzunehmende 6-MP-Kameras sind heute nicht mehr zu finden. Die am Markt befindlichen 6- und 7-MP-Digicams chinesischer Provenienz arbeiten allesamt mit winzigen bis winzigsten Sensoren (1/2,5″, 1/3″).

Hier noch die gängigsten Sensorengrößen im Vergleich:

Sensorengrößen

Quelle: heise

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