Archiv der Kategorie: persönlich

digitale Technologie & Autos

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Ich war recht erfreut über das Konzept von Peugeot, als in der Fernsehwerbung das neue, aufgeräumte Cockpit präsentiert wurde. Damals gab’s so eine tolle Werbung, in der photoshop-like alle mechanischen Steuerelemente auf der Mittelkonsole gelöscht wurden. Das neue, zentrale Steuerelement ist nun ein LC-Display. Die Werbung hat mich fasziniert und auf einer Automesse in Salzburg hab‘ ich mich doch tatsächlich freiwillig in diesen Peugeot gesetzt und mir das Interieur angesehen. Da war ich immer noch recht angetan, da mir das cleane Design gefallen hat.

Einige Zeit später konnte ich mich auf der Straße von dem Designkonzept in einem 307er überzeugen und bin seit dem kein Fan davon. Ich bin dann vergangene Woche über diesen Artikel gestolpert. Zu der Verkehrssicherheit in Verbindung mit digitalen Cockpits von Autos gibt es sicher noch viele andere Untersuchungen und Berichte und obwohl ich von digitaler Technik, deren Möglichkeiten, Vernetzung und Bedienkomfort angetan bin, finde ich, dass ein Auto (bzw. die Nebenfunktionen) für den Piloten weiterhin „blind“ bedienbar sein muss.

Simple Beispiele dafür sind zum Beispiel die Regelung der Klimaanlage oder den Radiosender umstellen. Hier ein Display zu bedienen, welches nicht direkt in meinem Sichtfeld liegt erschwert solch kleine Aufgaben sehr, während meine Hand bei Autos mit herkömmlichen Konsolen einfach den richtigen Knopf ertastet und bedienen kann, ohne dass ich den Blick von der Straße abwenden muss.

Ein weiterer Punkt ist haptisches Feedback: Ein Display gibt nur Rückmeldung mittels Piepston (was schon störend genug ist), während Drehknöpfe ein haptisches Feedback an die Hand geben und mit einem (hoffentlich) unterschwelligen Klickgeräusch rückmelden.

Ich weiß, dass das Display eines Teslas recht genial aussieht und viele Funktionen übersichtlich darstellen kann, jedoch bin ich der Meinung, dass manche Knöpfe und Regler einfach nicht digitalisiert werden dürfen. Ein gutes Beispiel für Funktionalität und „blinder“ Bedienbarkeit sind die multifunktionalen Regler von Audi und BMW, welche in der Mittelkonsole im Bereich des Schaltknüppels angebracht sind.

Ähnliches spiegelt sich bei den Head-Up-Displays ab. Ab und an kann man dem Fahrer zuviel Informationen zur Verfügung stellen, was in einem unnötigen Overload endet. Da der Hauptpunkt beim Lenken des Fahrzeugs das (sichere) Lenken des Fahrzeugs sein sollte, müssen auch nur diese Informationen zur Verfügung gestellt werden, welche auch tatsächlich benötigt werden: Keine Ablenkung, keine Schnörkel. Eigentlich recht simpel aber offensichtlich doch nicht so einfach umzusetzen, vor allem da sich die Autohersteller mit Features gegenseitig übertreffen müssen um uns als Kunden zufriedenzustellen.

Welt-Nicht-Rauchertag 2016

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Letztes Jahr zu diesem Datum stand die Kampagne gar nicht unter dem Zeichen des blauen Rauchs, sondern widmete sich dem weißen Dampf. Unter dem Motto „E-Zigaretten und E-Shishas: Chemie für die Lunge!“ wurde brav gegen die Dampfer dieser Erde gewettert.

Nachdem ich mich selbst nach einem verwunderlich unkomplizierten und schnellen Umstieg (2 Tage) vom Raucher zum Dampfer evolutionierte und mich anschließend mit großer Skepsis über die Einfachheit des Vorgangs mit entsprechenden Berichten zum Thema auseinandersetzte, stand schnell mal fest, dass das Dampfen an und für sich jahrelang an mir vorübergezogen ist und die Welt/Wissenschaftler/Doktoren spaltet.

In den einen Analysen sterben alle Probanten weg, wie die Ratten (also vielleicht irgendwann mal und unter Umständen ist Dampfen schuld daran usw….) und in den anderen passiert nichts (und alle sterben sicher irgendwann mal an irgendetwas; und sei’s nur Alterschwäche). Alles in allem habe ich nur wenig stichhaltiges gefunden, dass für mich persönlich glaubhaft ist, da große  Medien heutzutage recht viel Bullshit schreiben und Lügen/Halbwahrheiten vermitteln nicht immer in die Tiefe recherchieren und objektiv berichten.


Fakt ist…

Propylenglykol oder 1,2-Propandiol
Glycerin
Dampf
Nichts ist im Gesamten gesehen schlechter als eine Zigarette (mal abgesehen, man fährt mit einem smart fortwo mit 150  km/h ungebremst gegen ein massive Wand)
Nikotin (Dosis beachten!)


Meine Meinung

Ich kann sagen, dass ich nicht mehr zur Zigarette zurückkehre, wenn mich mein Gesetzgeber nicht dazu zwingt (Stichwort TPD2). Weiters sehe ich das Jugendproblem nicht, denn wer einmal dampft und dann zur Zigarette geht hat keine Geschmacksnerven und zuviel Geld.
Mir ist schon klar, dass schlecht gebaute Liquids die Gesundheit gefährden, aber das liegt in der Verantwortung eines jedes einzelnen Dampfers. Außerdem verhält es sich mit der Qualität von Liquids wie mit der von Autos (und darüber kann auch lange diskutiert werden und trotzdem fährt jeder ein[es.] anderes).

Wer die Vorteile von Dampf zu Gunsten der Nachteile von Zigaretten wissentlich ignoriert, nicht aufdeckt oder schlichtweg nicht wahrhaben möchte möge sich bitte weiterhin mit dem professionellen Wickeln von Aluminiumhauben beschäftigen.

Also, liebe WHO: Bitte nicht das Rauchen und das Dampfen mischen! Das wäre so also würde ich kochen und backen gleichsetzten (und dafür wurde ich schon fast getötet!). Wenn ihr auch gegen die elektronisch-gesunde Variante des Nikotinkonsums und/oder der Geschmacksbefriedigung vorgehen möchtet, dann würde ich mich über einen Weltdampftag freuen. Einige österreichische Politiker natürlich auch, aber in einem anderen Kontext.

Internet & Datenschutz

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Nachdem nun eine große Affäre aufgekommen und ein paar andere „Insitutionen“ Zugeständnisse abgegeben haben, möchte ich mich auch einmal über das Thema auslassen.

Erstmal die persönliche Lage:
Ich verwende aktiv ein Smartphone mit allen darauf verfügbare Funktionen. Die Standortfunktionen sind nur nachts deaktiviert (mein Bett finde ich auch so) und ansonsten wird immer gesurft, gechattet und navigiert.
Im Gegenzug poste ich kaum bis gar nicht auf Facebook und keine persönlichen Dinge auf g+ oder sonst einem sozialen Netzwerk. Meine privaten Fotos liegen auf meinem (geschützten) Webspace und nicht auf einem fremden Server.
Internet (und zwar immer und überall) gehört für mich zur Grundversorgung!

Wenn man nun Daten ins WWW stellt, können diese Daten von anderen angesehen/ausgelesen werden, vorstellbar wie eine Bibliothek. Wer nun denkt, dass niemand aus ’ner Bibliothek Bücher holt und diese liest oder Zusammefassungen daraus erstellt, muss als naiv bezeichnet werden.
Im Internet spielt es sich kaum anders ab. Es stellt sich nicht die Frage, ob man überwacht (oder als potenzieller Kunde gehandelt wird) sondern nur wieviel Information hat man über mich?

Es obliegt nun also jedem einzelnen, welche Schriftstücke oder welches Bildmaterial er in die größte Bibliothek der Welt stellen möchte. Ich weiß, dass  das schwer ist, da man sein Morgengesicht (mit Polsterfalten) der Welt nicht vorenthalten möchte, doch vielleicht interessiert es ja doch niemanden?
Man sieht es zwar recht selten, aber trotzdem kann man soziale Netzwerke sinnvoll nutzen.
Und dann wird es plötzlich völlig egal, wie oft ich wo online bin, da es keine Information darüber gibt, was ich mache, kaufe, vorhabe oä….

Von mir aus darf Vater Staat und alle anderen rundherum gerne wissen wann ich wo bin. Schließlich sage ich es auch dem Nachbar, wenn er’s wissen will. Im Netz geht’s erfahrungsgemäß etwas schneller.
Der Punkt ist, wenn ich nur irgendwo bin habe ich nichts verbrochen und weise kein statistisch verwertbares Muster auf oder verschwinde in der Masse an Leuten, die ihrem täglich Geschäft samt Smartphone nachgehen. Gefährlich wird’s wenn man sich selbst auf sämtlichen Plattformen hyperaktiv eigenvermarktet denn dort sind die Daten zu holen, die ein Persönlichkeitsprofil mit Freizeitaktivitäten/Hobbies, Religionsverhalten, persönlichen Interessen und politischer Neigung ermöglichen.

In diesem Sinne wäre vielleicht etwas weniger Aufregen sinnvoll und die damit gesparte Energie steckt man wieder in die Denkmurmel, wenn man das nächste mal mit dem Finger oder der Maus über dem „Posten“-Button schwebt!